Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Endlich findet ſich bey dem Italiaͤniſchen Adel etwas dem National⸗Charakter Angehoͤriges, das ihm zur Zeit der Revolution zum Vortheile gereicht hat. Er unterſcheidet ſich naͤhmlich in ſeinem Aeu ßern durchaus nicht von dem uͤbrigen Theile der Na⸗ tion. Ueberhaupt haben ſich die Sprache und Sit⸗ ten dieſes Landes nie zu jener Feinheit des Ausdrucks und der Manieren, ruͤckſichtlich auf geſellſchaftliche Convenienzen, ausgebildet, wovon in Frankreich das geſellſchaftliche Leben der hoͤhern Staͤnde ein ſo voll⸗ kommenes Muſter vor Augen hat.

Alle dieſe Nuͤancen ſind in Italien unbekannt. Jedermann druͤckt ſich auf die gleiche Weiſe aus. Es gibt nicht mehr als Eine Art, ſich zu gruͤßen und anzureden, und man ſcheint es nicht einmahl zu ahnen, daß, ruͤckſichtlich auf die Convenienzen des geſellſchaftlichen Umganges, nicht alles nach dem gleichen Takte gehen muͤſſe. Dieſe nicht zu beſchrei⸗ benden Schattirungen des geſellſchaftlichen Lebens ſieht man insgeſammt ſich in einen gleichfoͤrmigen, wie es mir ſcheinen will, etwas vertraulichen Ton verlieren.*

Es kam demnach in den Verhaͤltniſſen des Adels zum Buͤrgerſtande nichts Unfreundliches zum Vor⸗ ſchein. Der letztere nahm es dem erſtern nicht uͤbel, daß er adelich war. Er war gewohnt, ihm die Ti⸗ tel, die er als einen Theil ſeines Eigenthums be⸗ trachtete, zuzutheilen, und hat ihm dieſelben auch