Die Lerche und die Spatzen.
Eine Fabel.
Im Roſenmonat war's, wo junge Liebe Durch den belebten Raum der Schöpfung webt, Und Alles rings dem neu erwachten Triebe Zur Freude das Gemüth zu öffnen ſtrebt;
Da trieb ein Haufe Spätzinnen und Spatzen Sich mit Gelärm den Straßendamm entlang, Liebkoſend unter wunderſamen Fratzen.
Auf Einmal ließ der Lerche Lobgeſang
Sich nebenan im Roggenfelde hören. b Das ſchien dem Spatzenvolk die Luſt zu ſtören, Denn plötzlich hub der Rotte Frechſter an: „Hört doch! wie die ſich bläht im breiten Plan! Sie meint am Ende gar, ſie wär' an Fülle


