des verhallte; dann ritt ſie, ihrem Fuͤhrer folgend, langſam den Berg hinab.
Unten in der Ebene angelangt, bat ihr Ge⸗ leitsmann ſie, ihr Pferd anzutreiben.„Wir muͤſ⸗ ſen machen, daß wir an Ort und Stellege langen!“ ſprach er,„Ich ſehe dort Wolken am Himmel em⸗ porſteigen, und alles verkuͤndet einen Sturm in Weſten.“ ie
So naͤherten ſie ſich dem Meere, und wirklich ward auch das Wetter mit jedem Augenblicke rau⸗ her und ſtuͤrmiſcher. Das Ufer war niedrig, und uͤber die ſandige Flaͤche brauſten die Wogen daher. Euthanaſia konnte anfangs nicht begreifen, wie
hier der Ort ihrer Beſtimmung ſeyn koͤnne, denn
ſie ſah nichts, als das weite Meer vor ſich dalie⸗ gen. Endlich aber erblickte ſie ein Boot am Ufer, mehrere Maͤnner ſtanden daneben, und ei⸗ ner von dieſen, dem Anſchein nach der Erſte der Mannſchaft, trat ihr, als ſie naͤher kam, entgegen. „Ich habe“ ſprach er,„von dem Fuͤrſten von Lucca Befehl erhalten, Euch, gnaͤdige Frau, an Bord aufzunehmen.“


