— 184—
ſchwornen, und beobachtete, waͤhrend Caſtruccio
las, das Antlitz ſeines Herrn. Anfangs laͤchelte
dieſer nur ſorglos und veraͤchtlich; als ſeine Blicke aber auf den Namen der Graͤfin von Valperga
ſielen, veraͤnderten ſich ploͤtzlich ſeine Geſichtszuͤge,
und ein krampfhaftes Zucken verrieth die innere
Bewegung, die er nur vergebens zu unterdruͤcken ſich bemuͤhte.—
„Ja, ja! da ſteht ihr Name!“ ſprach der Statt⸗ halter,„So wahr die Sonne am Himmel ſcheint:
die bisher engelreine Euthanaſta hat ſich mit Ver⸗ rath befleckt! Ich habe Bameiſe— hier ſind 4 74—
Scweigend nahm Caſtruccio die Briefe, las,
und nahm ſeine ganze Seelenſtaͤrke zuſammen, um
waͤhrend des Leſens ſeine Faſſung wieder zu ge⸗
winnen.
—„Was habt Ihr mit den Berſchwornen ange⸗
fangen?“ fragte er nach einer Pauſe. Sie befinden ſich ſaͤmmtlich im Gelinani 14
H
„Die Graͤfin auch?“


