Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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„Ein Weib?“ fragte der Statthalter erſtaunt, „Wer iſts, von der Ihr ſprecht? Etwa Bertha Avo⸗ gadii?“ „Hoͤher hinauf! 1“ verſetzte Tripalda,„Eine Gri⸗ fin iſt's— die Groͤfin von Valperga.“ „So iſt Euer ganzer Bericht ein Maͤhrchen!“ rief Mordecaſtelli erzuͤrnt;„Die Graͤfin von Val⸗ perga iſt zu weiſe, zu erhaben, als daß ſie ſich je entſchließen koͤnnte, Theil an Eurer buͤbiſchen Verſchwoͤrung zu nehmen;— auch hat ſie einſt den Caſtruccio geliebt.“— 52 „ Heiße Liebe wandelt ſich oft in bitteren Haß!“ bemerkte der Verraͤther;„Denkt an Valperga! Glaubt Ihr, ſie habe das vergeſſen? Denkt an ihr Schloß, an ihre Macht, an ihr Anſehen, als ſie dort, wie eine Koͤnigin herrſchte! Meint Ihr, ein Weib koͤnne eine ſolche Kraͤnkung verzeihen?— Ich ſage Euch, ſie hat den Tod ihren onmaſgen Geliebten beſchloſſen.“ 8 „Ich wuͤrde dieſe Kunde nicht glaubene enwies derte der Statthalter,„und braͤchte ſie mir ein

Engel— wie viel weniger kann ich ihr aus dem Caſtruccio. 1I. Band⸗ 12