gen zuerſt etwas von der gegen Euch ſtatt gehab⸗ ten Verſchwoͤrung erfuhr.“—
„Wie iſt das moͤglich?“ fragte Eaſtruceio „Weilten nicht die Geſandten aus Florenz wochen⸗ lang auf Eurem Schloſſe?“ „Allerdings;“ entgegnete die Graͤfin;„ſie for⸗ derten mich auf, mich mit ihnen gegen Euch zu verbinden; ich wies aber ihren Antrag zuruͤck.“ 6 und dennoch blieben die Spaͤher hier wochen⸗ lang?— Doch genug davon.“
„Genug, und mehr als genug!“ erwiederte die Graͤfin entruͤſtet,„Ihr glaubt mich der Unwahr⸗ heit faͤhig, Ihr zweifelt an meinen Worten, das iſt eine Kraͤnkung, die ich von Euch nicht erwar⸗
tet haͤtte— die ich mir aber gefallen laſſen muß.— 3 4„Ich fuͤhre Krieg mit it Florenz;“ fuhr Caſtrue⸗ cio, ohne auf ihre Worte zu achten, fort,„Ihr lebt nicht allein in Frieden mit jener Stadt, ſon⸗ dern glaubt Euch ſogar berechtigt, meinen Feinden Vorſchub zu leiſten, damit ſie in den Stand geſetzt
werden, mir meine Unterthanen zu verfuͤhren, Caſtruceiv. nI. Band. 4


