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u halten: und ich bin jeden Augenblick bereit, ihr Alles, was ich beſitze, zu Fuͤßen zu legen.“
A Lriigo begab ſich nach Valperga. Bebend und faſt athemlos befragte ihn Euthanaſia, was den ſo ploͤtzlichen Wandel in Caſtruccio's Geſinnungen herbeigefuͤhrt habe, und ob ihm der fernere Plan
8 ſeines Freundes bekannt ſey? Der Juͤngling gab h alle nur erdenkliche Muͤhe, die Graͤfin zu be.
ruhigen. Er behauptete, Caſtruccio ſey, um ſeinen
3 eigenen Sturz zu verhindern, genoͤthigt geweſen,
ſo zu handeln; aber ſeine Worte gewaͤhrten der hochgeſinnten Euthanaſia keinen Troſt, und im⸗ naeer mehr und mehr ſtieg, als Arrrigo ſich wieder entfernt hatte in ihr die Ueberzeugung auf, wie es ihr durchaus die Pflicht gebiete, den Feind ih⸗ rer Vaterſtadt aus ihrem Herzen zu verbannen. Einige Tage darauf kam Caſtruccio ſelbſt nach Valperga. Es waren dort viele Gaͤſte vorhanden, von denen mehrere, wie unſer Held wußte, insge⸗ ³ heim ſeine Feinde waren; er nahm indeß keine Kunde hievon, ſuchte das Geſpraͤch nur auf gleich⸗ gultige Gegenſtaͤnde zu lenken, und harrte des


