Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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ihm Unheil! Nach drei Stunden iſt das Leben je des Obizzi verwirkt!

Das hat Caſtruccio geſagt? Das hat er Dir geſagt? Dir, meiner liebſten Freundin? fragte Euthanaſia.

1So that er! entgegnete die Verbannte. Aber ich muß fort! Ich kam, Abſchied von dir zu nehmen, Abſchied auf lange Zeit! Mein Vater und mein Gatte harren meiner. Flehe Gott an, daß er uns in ſeinen Schutz nehme! Lebe wohl! Nicht ſo, Thereſe! ſprach die Florentinerin, Dieſes Schloß iſt nicht das Seine, und ſoll ſeinen Opfern ein Zufluchtsort werden. Kommt hie⸗ her zu mir! Raſtet hier wenigſtens eine Weile! Bringe deinen Vater her, deinen Gatten, und deine Kinder! Lerne von mir, den Sehſters mit Seelenſtaͤrke zu ertragen!

Immer mehr und mehr Freunde Euthanaſia's langten an, und beſtaͤtigten Thereſens Ausſage. Die Graͤfin von Valperga konnte ſich kaum uͤber⸗ reden, daß es in der That Caſtruccio geweſen ſey, der all' dieß Unheil angerichtet habe. Woher