Stadtthore hinaus. Ein Theil der Soldaten ward beſchaͤftigt, die feſten Thuͤrme niederzurei⸗ ßen, und die Steine nach der Oſtſeite der Stadt hin zu ſchaffen, wo eine neue Mauer aufgefuͤhre werden ſollte; und Caſtruccio, jetzt Herr von Lucca und Sieger uͤber ſeine Feinde, fuͤhlte, daß er den erſten Schritt zur Erreichung ſemns⸗ Ab⸗ ſicht gethan habe.
Euthanaſia hatte unterdeſſen, auf ihrem
Schloſſe Valperga, Caſtruccio angſtvoll erwartet. Er erſchien nicht; gegen Abend aber ward ihr Thereſe Obizzi, eine ihrer Uebſten; Freundinnen, gemeldet.
„Warum ſo bleich, meine Thereſe? Was fehlt dir? Was iſt geſchehen?“ fragte Euthanaſia er⸗ ſchrocken.
„Weiß ich es doch ſelbſt kaum!“ entgegnete die
Freundin;„Wie ein Donnerſchlag aus heiterem Himmel, kam das Ungluͤck uͤber uns.— Unſere ganze Familie ward aus Lucca verbannt! Aber nicht uns allein traf das Entſetzliche— auch die Bernardis, Filippini's, Alviani's, und noch viele
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