Euthanaſia ſchwieg eine Weile, und ſuchte Faf⸗ ſung zu gewinnen; dann ſprach ſie:„Caſtruccio, du kennſt mein Herz! es iſt von Liebe fuͤr dich er⸗ fuͤllt.— Aber ich habe auch noch andere Pflichten; und die ſind mir heilig.— Ich bin eine Floren⸗ tinerin! Florenz iſt meine Geburtsſtadt!— Nie, nie werde ich verraͤtheriſch an ihr handeln!“
„Nun— und—“ „Hegſt du nicht feindliche Anſchlaͤge gegen Flo⸗
renz?“ fuhr Euthanaſia mit ſteigender Lebhaftig⸗ keit fort,—„Willſt du nicht Krieg und Verder⸗
— dann ſoll deine Antwort auf meine Frage uͤber unſer Schickſal entſcheiden.“
„Gute Nacht dann, Euthanaſia!“ entgegnete Caſtruccio unmuthig,„Du opferſt mich einer Sei⸗ fenblaſe, dem Schatten einer Seifenblaſe auf!— Ich werde deiner morgenden Entſcheidung ſo ge⸗ duldig, als moͤglich, entgegenharren.“
ben uͤber ſeine friedlichen Bewohner bringen?— Du wendeſt dich ungeduldig von mir— verlaß mich jetzt!— Morgen werde ich dich wiederſehn


