Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 52—

Der Erſtere aber hatte im ungluͤck keinesweges Maͤßigung gelernt, er trat jetzt noch anmaaßender auf, als zuvor; Atawel war deshalb ſorgſam be⸗ muͤht, ſeinen Schutzbefohlnen aus des Lieblings Naͤhe zu bringen. Dieß aber wollte ihm nicht gelingen, denn zeigte ſich gleich Gavaſton ſtolz und hoffaͤrtig gegen Jedermann: behandelte er Ca⸗ ſtruccio doch ſtets mit zuvorkommender Guͤte.

Es iſt leicht zu begreifen, daß die Barone und Hoͤflinge jetzt unſren Helden faſt eben ſo haßten, als den Guͤnſtling. Sie ſuchten, ihn auf alle Weiſe zu kraͤnken und zu beleidigen, wodurch denn nach einiger Zeit eine Begebenheit herbeigefuͤhrt ward, welche Caſtruccio's Anfenthalte in England ploͤtz⸗ lich ein Ende machte.

Er begleitete den Koͤnig auf einer Jagdparthie nach Chelſea, und zeichnete ſich hier, wie ſtets, durch große Koͤrpergewandtheit aus; er war bald hier, bald dort, ſein Blut kam in Wallung; aber es begann zu kochen, als er mit einem anderen Cavalier uͤber einen Falken in Streit gerieth. Von perſoͤnlicher Feindſchaft angefacht, ward der