Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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hoffe, dir einſt beweiſen zu koͤnnen, daß meine Ge⸗ fahle fuͤr dich nicht bloß in Worten beſtanden.“

Guinigi laͤchelte ob der Rede des Juͤnglings, der, ſelbſt noch des Schutzes beduͤrftig, Andere zu beſchuͤtzen gelobte.

Schweigend ritten ſie nun auf der ihnen wohl⸗ bekannten Straße nach Padua hin. Hier goͤnn⸗ ten ſie ihren Pferden einige Ruhe; dann ſetzten ſie ihren Weg nach Venedig fort. Wer kennt Venedig nicht, mit ſeinen, von dem Ocean ge⸗ pflaſterten Straßen, den herrlichen Kirchen, und majeſtaͤtiſchen Palaͤſten? Zu jener Zeit hatte es den hoͤchſten Punkt ſeiner Groͤße erreicht, denn noch kaͤmpften die Venetianer um das, was ſie ſpaͤterhin verloren— um ihre Freiheit.

Guinigi und ſein junger Gefaͤhrte hatten waͤh⸗ rend der Reiſe nur wenig mit einander geſpro⸗ chen. Der Gedanke, daß er nun bald ſeine vorma⸗ ligen Waffenbruͤder wiederſehen wuͤrde, erweck⸗ te bei dem Erſteren maͤchtige Erinnerungen aus ſeiner Jugendzeit. Caſtruccio aber traͤumte von der Zukunft, und ſah ſich im Geiſte ſchon Helden⸗