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ſtruccio's war das Haupt ſeiner Familie; ein An⸗ haͤnger des unguͤlcklichen Manfred's, Koͤnigs von Neapel, hatten ſeine Gefuͤhle, als Ghibeline, durch die Bewunderung, mit der er auf ſeinen edlen Ge⸗ bieter ſchauete, neuen Zuwachs erhalten. Man⸗ fred war ein natuͤrlicher Sohn des letzten Kaiſers aus dem Hauſe von Schwaben; ſchon vor ſeinem
zwanzigſten Jahre hat er die glaͤnzendſten Thaten
vollbracht, die wunderbarſten Abentheuer beſtan⸗ den, bei welchen Caſtruccios Vater ſtets ſein
treuer Gefaͤhrte war. Die raſtloſe Feindſelig⸗
keit, mit welcher die Paͤbſte ſeinen koͤniglichen Herrn verfolgten, hatte in Antelminelli's Bruſt gegen jene einen Haß geweckt, zu dem ſich auch noch die tiefſte Verachtung gegen ihre freie und argliſtige Politik geſellte.
Als ſich demnach der Zwiſt der Guelphen und Ghibelinen unter der Benennung der Neri und Bianchi erneuerte, ward Ruggieri dei Antelmi⸗
nelli der Hauptgegner, aber auch das vorzuͤglichſte
Opfer der paͤbſtlichen Parthei. Caſtruccio, der Held
dieſer unſerer Erzaͤhlung, war damals nur elf 1*


