Zweites Kapitel.
Mit ſchnellen Schritten war indeß der Juͤng⸗ ling die breiten ſteinernen Steige der Haustreppe hinangeſtiegen und ſtand jetzt athemlos vor dem Gemache, in dem ſich, wie man ihm geſagt hatte, ſein Oheim befinden ſollte. Er zoͤgerte, theils um Athem in die Bruſt zu ſchoͤpfen, theils in einer gewiſſen Beklemmung, erſt einige Augen⸗ blicke, bevor er mit leiſem Finger an die Thuͤr klopfte. Ein volltoͤnendes:„Herein!“ lud ihn zum Eintritte ein.
Befangen und ſchuͤchtern blieb er einige Secun⸗ den an der Thuͤr ſtehen und wagte nicht naͤher zu treten, bis ſein Oheim ſich auf ſeinem Sitze


