Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Einzelbild herunterladen

war, Klothar erſcheinen werde, um wenigſtens aus der Art wie ſie ihn empfangen würde, die Entſcheidung ſeines Schickſals zu errathen. Ihr Blick fiel unwillkürlich auf das kleine Häuschen ihr gegenüber, die fleißige Nachbarin ſaß noch immer ämſig mit ihrer Arbeit beſchäf⸗ tigt an ihrem vorigen Platz; Klothar! ſeufzte Eugenia nochmals und ihr ſchönes Auge fullte ſich mit Thränen ſchmerzlich ſüßer Sehnſucht.

Chriſtel war indeſſen dem Befehle ihrer Ge⸗ bieterin eingedenk geblieben, den dieſe längſt wleder vergeſſen hatte; während Eugenta noch bei ihrem Frühſtücke ſaß, führte ſie ohne wei⸗ teres die fleißige Nachbarin zu ihr hinein, und ging dann hinaus, um wie gewöhnlich die Vor⸗ kehrungen zur Toilette zu beſorgen. Eugenia erkannte das Mädchen gar wohl, das angſtlich ſchüchtern an der Thüre ſtehen blieb; es kam ihr in dieſer Nähe noch zehnmal hübſcher und reizender vor, als vorhin hinter dem Fenſter,

aber ſie war ſo verſunken in ſich ſelbſt, ſo 3*