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nen zuvorzukommen, ſeinen Ehrgeiz zu entlarven, ſeine Tyrannei zu brandmarken.“
„Er ſpielt ſein letztes Spiel,“ warf Froͤron ein,„paſ⸗ ſen wir auf!“
„Wenn er ſich der Diktatur bemächtigt, was machen wir dann?“ fragte Barras.
„Er darf nicht dazu kommen,'entgegnete ein anderer Deputirter.„Spähen wir ſeine Schritte aus, ſeine Hand⸗ lungen, ſeine Thaten. Verfolgen wir ihn, greifen wir ihn tagtäglich im Convent an, werben wir Bundesgenoſſen, die uns helfen, ihn athemlos zu machen, die Maske abzu⸗ reißen, in Leidenſchaft zu verſetzen.“
„Und wenn er die Diktatur ergreift,“ rief Tallien leidenſchaftlich, indem er einen Dolch aus ſeiner Taſche zog,„Bürger, mein Wort, ich ſtoße ihn nieder auf der Tribüne inmitten ſeiner Feſtrede!“
„So halten wir zuſammen!“
„Und ſtumm wie das Grab.“
„Führen wir die Spione Robespierre's irre— alle Tage eine andere Parole, alle Tage wie zufällig Verſamm⸗
lungen, bald hier, bald dort. Und habet Acht— ſtill wie das Grab— ſchwört!“
„Wir ſchwören!“ riefen die Anweſenden mit dumpfer
Stimme. „Er ſoll es wagen!“ murmelte Tallien mit drohen⸗ der Gebärde, indem er die Verſchworenen entließ.
Ende des dritten Theiles.
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