192
Aux armes, ciloyens! Formez vos bataillons!
Marchons! Qu'un sang impure abreuve nos sillons! dann ſanken ihre Stimmen weich und wehmüthig bis zum Piano und ergreifend tönte der ſanfte Chor:
Ou'un sang impur abreuve nos sillons!
Aber um ſo kräftiger ſchwoll der Geſang und um ſo ge⸗ waltiger tönten die Worte beim Anfang der neuen Strophe, als häͤtten ihre Seelen ſich geſtärkt durch das Bewußtſein, daß ihr Blut rein ſei und ehrenvoll für das Vaterland dahinfließen werde. So blieb ihr Gang zum Tode und ihr Todeskampf ein Geſang.
Es waren ihrer vier auf jedem Karren, auf einem nur fünf, auf einem zweiten Valazé's Leichnam, gebettet auf einer Bank. Sein enthüllter Kopf, der beim Fahren über das Steinpflaſter umhergeworfen wurde, ſchaukelte unter den Augen und auf den Knieen ſeiner Freunde, welche ihre Blicke ergriffen abwandten, um in dieſem bleichen Geſicht des Todes nicht die Erſchütterungen des Wagens mit anzuſehen.
Ungeheure Menſchenmaſſen ſtanden an den Straßen, durch welche der Zug kam: Sie ſahen den Heroismus des Todes, denn noch immer brauſte von den Karren die Mar⸗ ſeillaiſe zum Himmel auf und unter die Menge hinab.
Endlich war der Zug am Schaffot angekommen.
Einige Minuten war Alles ſtill: die Girondiſten ſtiegen von ihren Karren herab und umarmten ſich zum


