Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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entgegen kam, und Palm, obwohl er ihn auf den erſten Blick erkannte, mit unterdruͤck⸗ tem Weinen doch noch frug: ob er nicht Carl von Roſenſtern ſey? dieſer nun die gefaltenen Haͤnde gegen den ſternvollen Him⸗ mel erhob, den Schoͤpfer dankend, daß er er⸗ kannt ſey, ein vernemlich Ja hervorſtotterte, und Gattin, Freund, Sohn, Alles ihn in die Arme ſtuͤrzte; der Ueberraſchte in die ihn er⸗ druͤckende Freude, in der ihn uͤberfuͤllenden Wonne, zu ſterben glaubte dieſes ſchil⸗ dere ein Anderer; ich geſtehe meine Schwaͤche daß ich es nicht vermag. Ein inneres Gefuͤhl ſagt mir daß ſolche Scenen mit Worten dar⸗ zuſtellen, ſey es auch von dem beſten Schrift⸗ ſteller, ſtets nur Pfuſcherei bleibt; denn erſt muͤſſen Worte erfunden werden, um ſolche. Gefuͤhle auszudruͤcken; Worte, um eine Gott⸗ heit zu enthuͤllen, dann, wenn wir die erſt haben, iſt es uns moͤglich, mit den leiſen

Toͤnen einer Aeols Haef ſie aufs Papier zu

hauchen.

Schon verdunkelte das große Erdenlicht die winzige Beleuchtung der Menſchen; der ferne