116 lichen Kämpfen, fuhr er fort, wird der erſte Gefangene ge⸗ opfert. Sie werden leicht erkennen, wie ſehr dieſer UUmſtand geeignet iſt, die Lebhaftigkeit des Kampfes zu ſteigern. Endlich war der Kampf entſchieden, die Partei des Häuptlings hatte den Sieg errungen. Nun wurden die Er⸗ ſchlagenen, oder vielmehr die Krieger, welche die Rolle der⸗ ſelben ſpielten und während des Gefechtes braun und blau geſchlagen, zu Boden geworfen worden waren, von den Sie⸗ gern ergriffen und an den Füßen eine ziemliche Strecke weit von dem Schlachtfelde hingeſchleppt. Schon mit Quetſchun⸗ gen bedeckt, ließen ſich dieſe Inſulaner, um nicht aus ihrer Rolle zu fallen, weit über Gras und Steinen hinſchleifen, ohne einen Laut von ſich zu geben oder durch die geringſte Bewegung Leben zu verrathen. Endlich war die Komödie vorüber, die Todten, zum Theil mit Schweiß und Blut be⸗ deckt, ſprangen auf und liefen mit den Uebrigen nach dem Meeresſtrande, um ſich durch ein Bad zu erquicken.
Für den Nachmittag bereitete uns der Häuptling eine Unterhaltung anderer Art. Er führte uns vor ſein Haus, wo wir uns wiederum auf Matten niederlaſſen mußten. Weit im Kreiſe umher ſtanden die Eingeborenen. Jetzt er⸗ ſchien auf ein Zeichen des Häuptlings ein Inſulaner, der mit fünf ſteinernen Kugeln ein Spiel begann. In ihrer Bewegung bildeten ſie eine Art Garbe über ſeinem Haupte. Ein Anderer rollte eine große ſteinerne Kugel daher und ſtand auf derſelben auf einem Fuße eine lange Zeit. Endlich begann der Wettlauf. Zehn junge Eingeborene ſtellten ſich in eine Linie. Der Häuptling bezeichnete als nächſtes Ziel einen in einiger Entfernung einzeln ſtehenden Baum, bei


