239
„Noch eine Bitte? Der Poſten dünkt Ihm nicht einträglich genug?“
„O was denken Durchlaucht von mir!“ antwortete Benno.„Aber im Unglück habe ich meinem Leidens⸗ gefährten verſprochen, daß ich im Glücke an ihn denken und auch für ihn ſprechen will.“
„Ja, wenn Er das verſprochen hat“, ſagte Max
„Emanuel,„dann muß Er es auch halten. Wer iſt denn Sein Leidensgefährte?“
„Hier dieſer junge Mann, mein Freund Peterl, der tapfere Brauknecht“, entgegnete Benno, indem er den Burſchen heranwinkte, der unter der Dienerſchaft beſcheiden im Hintergrund ſtand.„Er war es, der mich von der mir beſtimmten Braut befreite. Er liebt ſie und hat ſie ſich wohl verdient; aber ihr Vater, der reiche Prügelbrauer, will ſie ihm nicht geben, weil er arm und ein Findelkind iſt.“
„Nun“, ſagte der Kurfürſt,„für den jungen Recken, der meinen Kurier ſo wacker herausgehauen hat, muß ich ſchon etwas Beſonderes thun. Wenn meine Frau Gemahlin ſich ein Töchterchen erkoren hat, will ich mir dieſen zu meinem Söhnlein erkieſen, und wenn er ſeine Sache verſteht, ſoll er Braumeiſter werden in meinem Hofbrauhauſe.“
„Durchlaucht!“ rief Peterl, der vor freudiger


