Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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hatte das Schloß nach größern Maßen und in den ſchmuckreichen Verhältniſſen neuerſtandener franzöſiſcher Baukunſt herſtellen laſſen; aber auch in dieſer Ver⸗ größerung und Verſchönerung behielt das neue Schloß etwas Schweigſames und Klöſterliches, das von außen eine ernſte Miene zeigte, um ſich nach innen deſto heiterer zu entfalten. Blieb der Blick des Vor⸗ beiwandernden nur leichthin gefeſſelt, ſo harrte des Eintretenden eine deſto größere Ueberraſchung. In heiterer Pracht, hoch, hell und anmuthig, wie der Ein⸗ gang in ein wiedergefundenes Paradies, umfing ihn die herrliche Eingangshalle, getragen und umgeben von Säulen ans rothem Marmor und grünem Porphyr, und die breiten, herrlichen Marmortreppen winkten hinauf in die luftigen, goldſchimmernden Säle, an deren Wänden von Beich's kunſtvollem Pinſel in großen Oelbildern die Türkenſchlachten und Siege Max Ema⸗ nuel's verherrlicht waren, in die unabſehbaren Gallerien und die Reihe von Prunkgemächern, von denen das fol⸗ gende immer das vorausgegangene an Reichthum und ge⸗ ſchmackvoller Pracht übertraf. Am Ende der Halle, unter den Bogen und Säulen hindurch öffnete ſich der Ausblick in den Garten, wie in ein Zauberland, in ein zur Wirklichkeit gewordenes erträumtes Feen⸗ märchen. Breite ſchimmernde Wege führten von der