32 ſie könne nicht vom Herde weg; ſie habe eben die Schmalzpfanne zu den Krapfen aufs Feuer geſetzt und könne wegen dem Gepfeife nicht riskiren, daß das ganze Haus in Rauch aufgehe. Der Wirth fragte nach ſeiner Tochter; die Köchin aber war ſchon wieder in der Küche verſchwunden, und nur von drinnen dumpf wie aus weiter Ferne ſcholl es heraus, ſie habe vor einer Viertelſtunde das Mädchen in den Hof gegen das Brauhaus hin gehen ſehen.
Jetzt war die Reihe, in Verlegenheit zu gerathen, an den Brauer gekommen.„Dann muß man halt ſuchen“, ſagte er, indem er immer raſcher auf ſeinem Bruſtlatze fingerte.„Ich bin doch ſelber neugierig, wo ſich das Madel beim helllichten Tag verkrochen haben kann!“
Die Wab'n war indeß an einem Orte, wo ſie nicht wohl hören konnte, und unterhielt ſich ſo gut, daß ſie, auch wenn ſie gehört, kaum ſich loszureißen vermocht hätte. Im Hofraum, hinter dem Brauhauſe, befand ſich noch eine kleine Thür, welche über eine ſchmale, ſteile Stiège hinauf zu dem Orte führte, wo die zum Bierſieden nöthige Gerſte, nachdem ſie geſchwellt und gelüftet worden, gedörrt wurde, um dann in den Keſſel zu wandern. Der Raum wurde nur ſelten be⸗ ſucht, denn die Malzdarre war eine enge und niedere
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