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Künſtler zu gute, daß er ſich erlaubt, dieſe Anſicht Ihnen gegenüber ſo frei auszuſprechen!“
„Auch das noch!“ rief der Herzog, indem er auf⸗ ſprang und das Billet auf den Tiſch ſchleuderte.„Will Alles zuſammen helfen, mich zu erbittern und zu be⸗ ſchämen? Wagt Jedermann den Stachel ſeines Stolzes gegen mich zu kehren, und habe ich nichts, was ich als Waffe dagegen halten könnte? Bin ich wirklich ſo tief geſunken, daß ſich Alles von mir wendet wie von einem rettungslos Aufgegebenen?“
Er hielt inne, denn die Thür wurde leiſe geöffnet und der Kammerdiener, behutſam den Kopf herein⸗ ſteckend, rief:„Verzeihung, Durchlaucht! Ich glaubte Sie vorher davon verſtändigen zu müſſen: Ihre Durch⸗ laucht die Frau Herzogin⸗Mutter mit Herrn van Over⸗ bergen und andern Herren kommen in großer Eile hierher; es muß etwas ganz Außerordentliches vorgefallen ſein.“
Die Meldung war kaum geſchehen, als die Erwähn⸗ ten, Gerichtsrath Weber mit ihnen, auch bereits auf der Schwelle erſchienen.
„Verzeihung, mein Sohn“, rief die Herzogin, indem ſie ſeinen ehrerbietigen Handkuß annahm,„daß ich Dich ſchon ſo früh und in ſo zahlreicher Geſellſchaft in Deiner Einſamkeit überfalle! Aber es ſind wichtige Nachrichten eingetroffen. Reden Sie, meine Herren!“
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