Teil eines Werkes 
5. Band (1869)
Entstehung
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wie es in der Verwirrung der Flucht nicht möglich war.“

„Primitiva!“ rief Führer mit freudig bebender Stimme.„Sehe ich Sie denn wirklich wieder? Muß ich nicht ſcheiden, ohne Sie noch einmal begrüßt, ohne Ihnen noch einmal gedankt, ohne Ihnen geſagt zu haben—“

Er hielt inne. Primitiva ſchlug die Augen nieder, aber ſie fühlte den Muth nicht, um die Vollendung der unterbrochenen Rede zu fragen.„Auch mir gewährt es große Freude, Sie wiederzuſehen“, ſagte ſie nach einer Weile.„Ich verhehle nicht, daß es die Erfüllung des einzigen, des ſchönſten Wunſches iſt, den ich hegte. Gehen Sie denn mit Gott, mit meinen beſten Wünſchen, mit—“ Sie unterbrach ſich, um tief aufzuathmen.„Ich werde“, fuhr ſie dann fort,„in das ſüdliche Frankreich gehen zu meinen Verwandten, die Sie kennen, und dort in ſtiller Zurückgezogenheit mein Leben der Trauer und der Erinnerung weihen. Verſprechen Sie mir, Friedrich, daß Sie mir bisweilen Nachricht von ſich geben wollen! Es werden die Lichtblicke, die Sterne ſein in dem nächtlichen Dunkel meines Daſeins.“

„O mein Gott“, rief Führer,„woran mahnen Sie mich! In der Freude des Wiederſehens habe ich einen Augenblick vergeſſen, welche Gefahr Ihnen droht. Graf