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„Das freut mich“, entgegnete der Miniſter herzlich. „Um ſo eher darf ich hoffen, verſtanden zu werden, und kann ohne Rückhalt reden. Seine Durchlaucht der Herzog haben ſich nie darüber getäuſcht, daß es die Veröffentlichung der Verfaſſung iſt, was Sie von Hof und Land verſcheucht. Er fühlte das auch jeder Zeit ſchmerzlich, denn er liebt und verehrt Sie. Dennoch aber vermochte er nicht anders zu handeln, und als ein Zeichen ſeines beſondern Vertrauens hat er es mir übertragen, Ihnen ſeine Bitte auszuſprechen, in der Hoffnung, daß es mir vielleicht gelingen möchte, Ihnen von dieſem gefürchteten Geſetze eine andere Vorſtellung beizubringen.“ 3 „Niemals!“ rief die Fürſtin mit abwehrender Ge⸗ berde.„Denken Sie, daß ich mich mit Ihnen in Er⸗ örterungen, in einen Streit über die Grundſätze der Herrſchaft einlaſſen werde? Könnte mein Enkel das von mir glauben, er müßte mich nicht kennen. Ich achte und ehre jeden Stand. Ich glaube, daß Jeder in ſeiner Sphäre, in dem Umkreiſe der Befugniſſe, die ſeinem Wirken vorgeſchrieben ſind, des Guten und Treff⸗ lichen ſehr viel ſchaffen kann. Aber ich achte und ehre Jeden nur innerhalb dieſes Kreiſes! Der Bürger gilt mir nur, wo es das Gewerbe betrifft, der Gelehrte, wenn es ſich um die Wiſſenſchaft handelt; Sache des


