Friedrich ging. Felix blieb in einer Aufregung zu⸗ rück, die ihm die Stunden fliegen machte; er bemerkte es kaum, bis der Abend einbrach und ihn an das Vor⸗ zunehmende mahnte.
Um die beſtimmte Zeit ſtanden Adelhoven, die Schroffenſtein und ihre Genoſſen im herzoglichen Vor⸗ zimmer und warteten, vorgelaſſen zu werden.
„Was denken Sie?“ fragte halblaut einer davon den ältern Schroffenſtein.„Wie ſtehen unſere Aus⸗ ſichten?“
„Das kann Niemand ſagen“, erwiderte dieſer. „Seine Durchlaucht ſollen ſehr übel gelaunt ſein.“
„Er iſt gar nicht zur Tafel gekommen“, bemerkte ein Anderer.
„Was mag nur vorgefallen ſein?“ ſagte Adelhoven.
„Doch gleichviel, werden wir zurückgewieſen, ſo iſt ja Alles ſchon vorbereitet. Du haſt Doch die Papiere wohl verwahrt, Clemens?“
„Gewiß“, erwiderte dieſer, eine Brieftaſche hervor⸗ ziehend und zeigend.
In dieſem Augenblick wurde die Thür zum Ge⸗ mach des Fürſten geöffnet.
Im Eintreten befanden ſie ſich dem Herzog gegen⸗ über, der in glänzender Uniform finſter auf ſie blickte. Neben ihm ſtand Friedrich, einfach ſchwarz gekleidet.


