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188 etwas gereizt ein,„die römiſche Kirche ſoll zur herr⸗ ſchenden gemacht werden, darum handelt es ſich!“
„Wenn nun aber die Mehrzahl des Volks oder doch der gewichtigere, der bedeutendere Theil deſſelben ſich ihr von ſelbſt wieder zuneigt? Wäre dann, was Sie ſagen, nicht eine ganz natürliche Folge? Das gute alte Staatsrecht früherer Zeit hatte den Grundſatz: Cujus regio, ejus religio— wie dann, wenn wir uns in der Lage befänden, dieſen Grundſatz umzukehren?“
Die Beiden ſtutzten.„Sie wollen doch damit nicht andeuten, als ob Seine Durchlaucht—“ ſagte der Vater.
„Ich will vor der Hand nichts weiter andeuten“, antwortete Overbergen,„als daß wir uns des Schutzes einer höchſten Perſon verſichert halten dürfen.“
„Einer höchſten Perſon?“ murmelte der Vater be⸗ treten. Der Sohn aber rief:„Und wenn auch, mein Herr! Das Geſchlecht der Schroffenſtein hat von jeher einen Ruhm darin geſucht, zu den Verfechtern der ge⸗ reinigten Lehre zu gehören. Es wird niemals—“
„Die Familie Schroffenſtein wird nichts gegen uns thun“, erwiderte Overbergen mit dem Ausdruck der ruhigſten Sicherheit.„Ich habe eine Bürgſchaft dafür, die mich nicht täuſchen kann. Doch davon ſpäter! Es kommen neue Gäſte. Ich werde die Ehre haben, recht bald ausführlich mit Ihnen davon zu reden!“


