Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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mit fröhlicher Simme noch einen Gaſt anmeldete, der dem Bräutigam ſeine Aufwartung zu machen wünſche. Die Frau war ſo geſprächig und munter wie früher. Als ſie bei dem zweiten Beſuche Pilgram's ſo verdroſ⸗ ſen bedient hatte, hatte nur der Groll über die heim⸗ lichen Abſichten ihres Herrn, die ſie wohl durchſchaute, in ihr geſteckt, jetzt wußte ſie dieſe Gefahr beſeitigt und durfte nicht mehr fürchten, vom Regimente verdrängt zu wer⸗ den. Nur durch den Ehrgeiz angeſtachelt, war es ihr möglich geworden, in ſo kurzer Zeit ein ſo reichliches Mahl zu ſchaffen: galt es doch, zu zeigen, daß nicht blos eine Frau, ſondern auch eine tüchtige Wirthſchaf⸗ terin das Haus in Ehren zu halten verſtehe.

Ich kann ſchon ſagen, wer es iſt, plauderte ſie. Es iſt Niemand anders als der Maurer Michel, der Schlingel, verzeihen Sie mir die Grobheit, meine Herrſchaften, aber eine Schlingelei iſt's doch, daß er ſich ſo lange ſtumm geſtellt und uns alle zum Nar⸗ ren gehalten hat! Freilich jetzt geht es ihm nicht zum Beſten, die Arbeit bei den Jeſuiten hat er verloren, und ſie ſind ihm auch ſonſt überall hinderlich, daß er keine andere findet!

Herein mit ihm! rief Pilgram, eilte dem ſchüch⸗ tern Nahenden entgegen und lud ihn ein, am Hoch⸗ zeitstiſche Platz zu nehmen.