Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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ein ſcharf geſchliffener Dolch. Allein

der Knabe that, als haͤtte er nichts davon geſehen. Der alte Boͤſewicht ſteckte den Dolch eilends wieder zu ſich, knoͤpfte das Gewand wieder zu, und blickte den bangen Knaben oͤfters ſeit⸗ waͤrts an— mit Augen ſo ſcharf wie

Adlersaugen.

Jetzt kamen ſie an einen fuͤrchter⸗ lichen Abgrund, in deſſen Tiefe ein Gebirgsſtrom brauste, der von langem Regen maͤchtig angeſchwollen war. Zwei buſchigte Felſen hingen zu beiden Sei⸗ ten uͤber den Strom herein, und ein langer ſchmaler Tannenbaum, der nur auf der obern Seite etwas behauen war, lag daruͤber hin und diente zum Stege. Der alte Raͤuber ſagte auf italieniſch zu ſeinem Gefaͤhrten:„Es koͤnnte doch ſeyn, daß der Bube gemerkt haͤtte, ich ſey bewaffnet, und da koͤnnte er leicht Verdacht geſchoͤpft haben. Ich will