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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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achten mochte; daß ich nichts mehr als Putz, Schmeicheleyen und Vergnuͤgungen liebte, war der Anfang alles meines Elendes, und hat mich an Ende ſo weit gebracht.O, rief ſie lautweinend und mit hohler, heißerer Stimme, wenn nur in der andern Welt nicht noch ein groͤßerer Jammer auf mich wartet! Doch, da Sie, edle Marie, die ich ſo ſehr, ſo entſetzlich beleidigte, mir verziehen haben, ſo hoffe ich, Gott werde mir auch verzeihen!

Marie ging ſehr beſtuͤrzt nach Hauſe; ſie fonnte vor Entſetzen, Eckel und Mitleiden nicht zu Mittag eſſen. Immer ſchwebte ihr die graͤß⸗

liche Geſtalt vor Augen, immer klang die wider⸗ liche Stimme in ihren Ohren. Sie mußte nur immer bey ſich ſelbſt ſagen:Dieſe entſetzliche Geſtalt war einſt Jettchen, das ſchoͤne Jett⸗ chen! und ſie wiederholte dieſe Worte den Tag uͤber faſt beſtaͤndig. Dabey dachte ſie an ihr bluͤhendes Aepfelbaͤumchen, das einſt der Reifen verwuͤſtet hatte. Alles, was ihr Vater ihr da⸗ mals und noch auf ſeinem freylich viel troͤſt⸗ licherem! Sterbebette geſagt hatte, kam ihr wieder zu Sinne, und ſie gelobte es Gott in ſihrem Herzen aufs neue heilig an, immer Kerein und untadelhaft zu leben. Sie bath indeß die Frau Graͤfin füͤr Jett⸗ Gen. Dieſe ſchickte ihr einen Arzt, Speiſen,