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ſammeln, und fielen dann, wenn ſie uns weit entfernt glaubten, ploͤtzlich aus einem Hinterhalte wieder uͤber ſie her.
Eines Tages, nachdem wir dem Corps des Generals Wandermaßen anfangs bis Soria, dann aber bis auf einige Stunden vor Aranda gefolgt waren, verließ ich die Landſtraße, und gewahrte, als ich in ein Dickicht kam, zehn oder zwoͤlf Non⸗ nen, welche auf ihren Knieen lagen und inbruͤn⸗ ſtig beteten. Dieſe armen Geſchoͤpfe, welche zu⸗ vor noch nie ihre Kloſtermauern verlaſſen hatten, waren bei der Kunde von der Annaͤherung der Franzoſen aus demſelben entflohen, und hatten, nachdem ſie ſo weit gegangen waren, als ihre
zarten Glieder ſie fortzutragen vermochten, Zu⸗
flucht in dieſen Waͤldern geſucht. Als ſie den Schall der Hufſchlaͤge meines Roſſes vernahmen,
waren ſie nieder auf ihre Kniee geſunken, um
ſich dem Schutze des Ewigen anzuempfehlen, denn ſie glaubten, daß Franzoſen naheten. In den Geſichtern dieſer armen Nonnen lag ein Ausdruck von Unſchuld und Ergebung, welcher das innigſte Mitleid erregte. Ich theilte mit ihnen das we⸗ nige Brod, was ich bei mir hatte, und escortirte ſie zuruͤck nach ihrem Kloſter, welches in der Ge⸗ gend von Osma lag.


