digung ſeiner Studien, eine kurze Zeit im väter⸗
lichen Hauſe geweilt hatte, und von ihrer An⸗ muth und ihren Reizen unwiderſtehlich angezogen zu ſeyn ſchien. Dieſe ſüßen Träume aber, die ihre winterliche Einſamkeit erheiterten, und Tag und Nacht nicht aus ihrer Phantaſie gewichen wa⸗ ren, ſchienen ihr jetzt nur noch Gebilde, be⸗ ſtimmt, wie Lufthauch zu verſchwinden, nichts Wirk⸗ liches hinter ſich zurücklaſſend, als die Thränen und Seufzer, mit denen ſie ihr Entweichen be⸗ jammerte.„Aber ich kann ja nicht Osmond an⸗ klagen,“ ſprach ſie, indem ſie die Zähren trocknete, die über ihre Wangen hinabrollten,„er hat mir ja nie von Liebe geſprochen,— dieß verrätheri⸗ ſche— thörigte Herz allein hat mich betrogen! und doch hänge ich noch immer ſeiner Schwäche nach.— Wie aber ihr widerſtehen?— Ich darf dich nicht anblicken,“ fuhr ſie nach einer kurzen Pauſe fort, in der ſie aufs Neue das Bild betrachtet hatte.—„Ich hätte nicht nach dei⸗ nem Beſitz verlangen ſollen,— du wurdeſt mein,


