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„Ich Dich von mir ſtoßen?“ ſprach endlich Mary nach unendlicher Anſtrengung— und bei dem bloßen Gedanken brach ihre Seelen⸗ angſt in Thränen aus. Sie hob ihn ſanft zu ſich empor, und, wie von einem Gefühle be⸗ ſeelt, ſtürzten ſie einander in die Arme. Dieſe Umarmung der Verſöhnung ließ der ſanften Dulderin alle ihre früheren Leiden vergeſſen.— „Ich Dich von mir ſtoßen?“ wiederholte ſie, ſo wie ſie ihrer Sprache wieder mächtig war— „jetzt da die Stunde gekommen iſt, um die ich Tag und Nacht ſo ſehnlichſt flehte?“— Noch aber war ihr Bemühn, zuſammenhängend zu ſprechen, vergebens, ihre Thränen, ihre Seuf⸗ zer erſtickten ihre Stimme; ſie drückte ſeine brennende Hand bald an ihre Bruſt, bald an ihre Lippen, und leitete den Seelen⸗ und Kör⸗ perkranken, ſank zum Sopha, auf welches der Erſchöpfte mit einem ſchmerzlichen Lächeln nie⸗ derſank. Sie ſetzte ſich ihm zur Seite, zwar ſchweigend, aber dieß Schweigen, wie beredt war es!! Keine Worte hätten dem reuigen


