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Janette Foſter gehorchte ihrer Gebieterin; und einige Augenblicke darauf betrat Varney das Gemach, mit der an⸗ genehmen Leichtigkeit und wolkenfreien Stirn eines vollen⸗ deten Höflings, geuͤbt, unter dem Schleier aͤußerer Hoͤflich⸗ keit, ſeine eigenen Gefuͤhle zu verbergen, und in die an⸗ derer einzudringen. Anthony Foſter trat hinter ihm ſchwer⸗ fäͤllig herein; ſeine natuͤrliche finſtere Plattheit ſchien noch deutlicher hervorzutreten, durch ſein plumpes Beſtreben, die aͤngſtliche Miſchung von Furcht und Mißvergnuͤgen zu verber⸗ gen, mit der er auf diejenige blickte, uͤber welche er bisher eine ſo ſtrenge Aufſicht uͤbte, und die nun ſo prachtvoll ge⸗ kleidet vor ihm ſtand, geſchmuͤckt mit vielen reichen Pfaͤn⸗ dern von der Liebe ihres Gemahls; die alberne Verbeugung, welche er mehr von der Graͤfin ab, als gegen ſie gewandt machte, lieferte davon den Beweis. Sie glich jener Ver⸗ beugung, welche die Verbrecher gegen ihre Richter zu machen pflegen, wenn ſie ſich ſchuldig bekennen, zugleich aber um Gnade flehen, und die in demſelben Augenblicke den unverſchaͤmten, verlegenen Verſuch, ihre Schuld zu rechtfertigen oder zu verkleinern, und das Bekenntniß des Fehlers und die Bitte um Gnade in ſich faßt.
Varney, der ſeinem Stande zufolge ſich vor Anthony Foſter ins Zimmer gedraͤngt hatte, wußte ſeine Rede beſſer zu ſtellen als jener, und ſprach mit mehr Zuverſicht und Anſtand.
Die Graͤfin begruͤßte ihn in der That mit einem An⸗ ſchein von Herzlichkeit, die einen vollkommenen Waffenſtill⸗ ſtand aller Klagen, welche ſie bisher uͤber ihn zu fuͤhren hatte, zu beurkunden ſchien. Sie erhob ſich von ihrem Sitze, trat ihm zwei Schritte entgegen, und reichte ihm ihre Hand hin, indem ſie ſprach:„Herr Richard Varney!


