Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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1ʃ½

Nun, was wolltet Ihr denn thun? fragte der Kuͤſter.

Ja, was wuͤrdet Ihr thun, Herr! rief der Kraͤmer,

indem er eilig von ſeinem Sitze an der anderen Geite des Tiſches emporſprang.

Eure Kehle aufſchlitzen und Euer Sonntagsgeplaͤrr

hemmen, Herr Kuͤſter! entgegnete Lambourne mit In⸗ grimm,und Euch, mein ehrenfeſter Kraͤmer, abpruͤgeln, daß Ihr ſo muͤrbe wuͤrdet wie die Seide in Euren Ballen.

Kommt, kommt, ſprach der Wirth dazwiſchen,ich will hier kein Geſtreite. Du, Neffe, wuͤrdeſt gut thun, nicht alles gleich ſo hoch aufzunehmen, und Ihr da, meine Herren, ſolltet eingedenk ſeyn, daß, ſo lange Ihr Euch in

einem Wirthshauſe beſindet, Ihr des Wirths Gaͤſte ſeyd, und alſo die Ehre ſeiner Familie reſpectiren muͤßt. Euer alberner Laͤrm macht mich wahrlich eben ſo vergeſſen, als Ihr ſelbſt ſeyd; da druͤben ſitzt mein ſtummer Gaſt, wie ich ihn zu nennen pflege; ſchon zwei Tage wohnt er hier, und hat noch kein Wort geſprochen, außer wenn er Speiſe oder ſeine Rechnung verlangt nicht mehr Umſtaͤnde macht er als ein Bauer bezahlt aber ſeine Zeche wie ein Prinz!= ſieht nur nach der Hauptſumme, und weiß noch nicht, wann er abreiſen wird. Eine Perle von einem Gaſt, wahrhaftig! und doch, Dummkopf, der ich bin, habe ich ihn da druͤben im dunkeln Winkel allein ſitzen laſſen, ohne ihn auch nur zum Abendeſſen zu laden. Nur wohlverdienter Lohn meiner Un⸗ hoͤflichkeit waͤr's, wenn er noch vor Mitternacht einpackte, und zum Haſen mit der Trommel zoͤge.

Eine weiße Serviette, ſtattlich uͤber den linken Arm ge⸗ legt, ſein beſtes Silberflaͤſchchen in der rechten Hand, ſchritt unſer Wirth, ſein Sammt⸗Kaͤprchen auf einen Augenblick bei Seite legend, nun hinuͤber zu dem erwaͤhnten einſamen