Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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er wird anfangs ob meines Ungehorſams zuͤrnen, aber Emmy wird weinen, und Dudley wird verzeihen.

Dieſe Gedankenreihe ward durch einen Schrei der Ueber⸗ raſchung unterbrochen, den Wayland ausſtieß, als er ſich ploͤtzlich von hinten von zwei langen duͤnnen ſchwarzen Ar⸗ men umfangen fuͤhlte, deren Eigenthuͤmer ſich unter dem lauten Gelaͤchter der Wachen von einer Eiche herab auf ſei⸗ nen Sattel geſchwungen hatte.

Das iſt der Teufel ſelbſt, oder Dickie Springkobold 1 ſprach Wayland, nach vergeblichem Bemuͤhen ſich loszuwin⸗ den, und den Zwerg abzuſchuͤtteln, der ihn umklammert hielt;tragen denn die Eichbaͤume zu Kenilworth ſolche Eicheln? 4

Allerdings thun ſie das, Herr Wayland! entgegnete ſein unberufener Reiſegeſellſchafter,und noch manche an⸗ dere Nuͤſſe, welche ohne meinen Beiſtand eure Zaͤhne nicht knacken wuͤrden, ſo alt Ihr auch ſeyn moͤgt. Wie waͤret Ihr zum Beiſpiel wohl von jenem Marſchall dort unten ein⸗ gelaſſen worden, haͤtte ich nicht zuvor geſagt, daß das Haupt unſerer Gauklergeſellſchaft noch nachfolge. Hier bin ich in den Baum geklettert, um Euch zu erwarten, obgleich die andern uͤber mein Ausbleiben raſend ſeyn werden.

Wahrlich, Du biſt im Ernſt ein Stuͤck vom Teufel! ſagte Wayland;nun, ich will mich deiner Fuͤhrung uber⸗ laſſen! biſt Du aber maͤchtig, ſo ſey auch gnaͤdig.

So ſprechend, naͤherten ſie ſich einem ſiarken Thurm, welcher ſich an dem ſuͤdlichen Ende der oben beſchriebenen Bruͤcke befand.

Unter ſolchen widrigen Umſtaͤnden und in einer ſo ſelt⸗ ſamen Begleitung nahete ſich alſo die ungluͤckliche Graͤfin von Leiceſter jetzt zum erſtenmal dem prachtvollen Wohnſitze ihres faſt fuͤrſtlichen Gemahls.

Ende des zweiten Bandes⸗