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reichlich mit Gold gefüllt, über der ein Menſchen⸗Skelett ausgeſtreckt lag. Tony Foſters Schickſal kam jetzt an den Tag. Er hatte ſich hieher geſtüchtet⸗ und in der Angſt die
Thür hinter ſich zugeworfen, ohne den Schlüſſel mitzu⸗
nehmen, ſo, daß er, durch dieſelben Mittel, welche er
zur Sicherſtellung des Goldes, für welches er ſeine Be. 6
keit verkauft hatte, gebrauchte, gewaltſam zurückgehalten, auf die elendeſte Weiſe ums Leben kam, Ohne Zweifel bes ſtand alſo das Geſtöhne und Geſeufze, welches man gehörkha⸗ ben wollte, nicht bloß in der Einbildung, ſondern rührte von dem Böſewichte her, welcher in ſeiner Todesangſt
nach Hülfe und Erlöſung ſchrie.
Die Schreckens⸗Nachricht von dem Schickſale der Gräfin machte den Feſten zu Kenilworth ein plötzliches Ende. Leiceſter zog ſich vom Hofe zurück, und überließ ſich eine geraume Zeit nur ſeinen Gewiſſensbiſſen. Da aber Varney bei ſeinem letzten Geſtändniß bemüht geweſen war, ſeines Herrn zu ſchonen, war der Graf mehr ein Gegen⸗ ſtand des Mitleids, als des Zorns. Die Monarchin rief ihn endlich ſogar wieder an den Hof zurück; noch einmal zeichnete er ſich als Staatsmann und Günſtling aus, wie denn das Uebrige ſeiner Laufbahn hinlänglich bekannt iſt. — Doch in ſeiner Todesart lag etwas Vergeltendes, in⸗ dem er, wie eine faſt allgemein für wahr angenommene Sage berichtet, an den Folgen eines Giftes ſtarb, wel⸗ ches für eine andere Perſon bereitet worden war.
Sir Hugh Robſart ſtarb bald nach dem Tode ſeiner Tochter, Treſſilian ſein Eigenthum als Erbtheil über⸗
laſſend. Aber weder die friedliche Ausſicht auf ländliche
Unabhängigkeit, noch die glänzendere auf Hofgunſt, wel⸗ che ihm Eliſabeth eröffnete, vermochten ſeine tiefe Schwermuth zu heilen. Wo er ging und ſtand, ſchwebte ihm die zerſchmetterte Geſtalt ſeiner erſten und einzigen


