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E⸗ iſt keinesweges unſere Abſicht, alle fürſtlichen Feſte, welche zu Kenilworth ſtatt hatten, mit der Ausführlich⸗
keit des Herrn Robert Laneham, deſſen wir am Schluſſe des letzten Capitels erwähnten, zu beſchreiben. Es ge⸗ nüge, zu berichten, daß die Königin unter jenem glän⸗ zenden Feuerwerke, welches zu ſchildern wir die Bered⸗ ſamkeit des Herrn Laneham erborgten, durch den Mor⸗ timers⸗Thurm in den äußern Schloßhof von Kenilworth einzog, zwiſchen Reihen von heidniſchen Göttern und Göttinnen aller Art, welche Gaben und Glückwünſche darreichten, ihren Weg fortſetzte, und endlich in die große Schloßhalle gelangte, welche, ihr zu Ehren, mit köſtlichen ſeidenen Tapeten behängt, von zahlreichen Wachsfackeln erleuchtet, mit Wohlgerüchen angefüllt, und durch den Ton ſanft⸗lieblich tönender Inſtrumente zu einem Feenpalaſte umgeſchaffen worden war. Am obern Ende dieſes Saales befand ſich ein Thronhimmel, welcher den königlichen Sitz überſchattete, und zur Seite eine Thür, die in eine lange Reihe von koſtbar geſchmückten Gemächern führte, beſtimmt, die Monarchin und ihre Damen aufzunehmen, ſobald ſie allein zu ſeyn wünſch⸗ ten. Als der Graf von Leiceſter die Königin zu dem
Throne geführt, und ſie dort Platz genommen hatte,
knieete er vor ihr nieder, küßte die Hand, welche ſie ihm
entgegen hielt, mit einem Ausdruck von romantiſcher,
ritterlicher Galanterie und achtungsvoller Ehrfurcht, in⸗
dem er mit den innigſten Worten das Gefühl ſeiner Dankbarkeit für dieſen Beweis höchſter Huld ausſprach.
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