—-— 200—
gekannt habe.„Ich danke ehrerbietigſt,“ erwiderte Friedrich in ſeiner Herzensangſt, wobei er ſich noch tiefer verbeugte.
Das unterdrückte Gelächter der Umſtehenden
entging ihm keinesweges; Baſe Dorothea aber war zu gutmüthig, um mit einzuſtimmen, ſie that, als bemerke ſie ſeine Verlegenheit nicht. Mit Freundlichkeit erkundigte ſich Baſe Do⸗ rothea nach ſeiner Mutter.„Faſt lauter Tan⸗ nen und Lerchenbäume,“ antwortete Friedrich, denn in ſeiner Angſt meinte er, die Baſe habe gefragt, welche Bäume in ſeiner Heimath vor— züglich wüchſen; eine Frage, welche ihm ſchon ſo oft gethan worden war, daß er die Antwort
darauf gewiſſermaßen immer auf den Lippen
hatte. Sandbye wandte ſich ungeduldig ab, und
die Baſe, welche bemerkte, daß es vergebens ſey,
ihm Rede abgewinnen zu wollen, verneigte ſich freundlich gegen ihn und wandte ſich darauf ge⸗ gen die übrige Geſellſchaft.
Da man ſich gleich darauf zu Tiſche ſetzte, beeilte ſich Friedrich, ſeinen gewöhnlichen Platz unten am Tiſche neben Chriſtine einzunehmen; in welche neue Verwirrung aber gerieth er, als


