lag, und Eleonore ward aufgefordert, auf die gegen ihren Gatten gerichteten Beſchuldigungen zu antworten; ſie ſoll, wie man ſagt, ihn treff⸗ lich vertheidigt und ſeine Unſchuld unwiderlegbar
dargethan haben. Während dieſes Prozeſſes ſtarb
Carl Guſtav und Ulfeld ward von der Regierung freigeſprochen. Die verwittwete Königin, Hed⸗ wig Eleonore, hatte im Verein mit dem Rathe ſeine Freilaſſung bereits unterzeichnet, ſo daß er, wäre er nur noch acht Tage länger in ſeiner Ge⸗ fangenſchaft geblieben, auf freien Fuß geſetzt worden wäre. Getrieben aber von einem un⸗ glücklichen Geſchick, oder, vielmehr von ſeinem unruhigen Geiſte, oder wie viele behaupten, in Folge des Rathes eines falſchen Freundes, wel⸗
cher ihn benachrichtigt haben ſoll, daß das To⸗
desurtheil bereits über ihn ausgeſprochen ſey, entfloh er mit ſeiner Gemahlin aus dem Ge⸗ fängniß. Sein Plan ſoll anfangs geweſen ſeyn, nach Lübeck zu ſchiffen, während ſich Eleonore nach Kopenhagen begeben ſollte, um dort die gegen ſie aufgebrachten Gemüther zu beruhigen. Aber gleichſam als hätte das Schickſal ſeinen Untergang beſchloſſen, ward er durch einen


