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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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auf ihr Lager, und gab hier einſam, verlaſſen und huͤlflos, einem todten Knaben das Leben.— Wenige Augenblicke darauf ging die Beklagens⸗ werthe in eine beſſere Welt hinuͤber.——

Emilie war um 11 Uhr Morgens ver⸗ ſchieden, jetzt war es Abend und die Leiche alſo ſtarr und kalt, Eduard aber, dem der Schreck die Sinne geraubt hatte, glaubte ſie in ſeinem Wahnſinne lebend vor ſich zu ſchauen; er ſpielte mit ihren rabenſchwarzen Locken und ſcherzte zu ihr gewandt wie damals, als er in der Bluͤthenzeit ihrer Liebe mit ihr an den Ufern der Themſe unter den ſchattengewaͤhren⸗ den Baͤumen taͤndelte.

So waren zwei Stunden vergangen, der Mond war am Himmel emporgeſtiegen und beleuchtete mit ſeinen Silberſtrahlen das Gemach