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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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Der Ueberreſt des Tages verging der Fa⸗ milie des Pfarrers unter mancherlei Geſpraͤchen und Vermuthungen ruͤckſichtlich des Fremden, als ſich aber am anderen Morgen nach dem Fruͤhſtuͤck, Eliſabeth, wie ſie gemeinhin zu thun pflegte, an das Clavier geſetzt, und mit ihrer ergreifenden Stimme ein ſchoͤnes ſchottiſches Lied ſang, da ward ſie ploͤtzlich von ihrer Schweſter unterbrochen, welche ans Fenſter ge⸗ treten war, und auf einmal, die kleinen weißen Haͤndchen ſtaunend in einander ſchlagend, aus⸗ rief:„Wahrhaftig, da iſt der Fremde, da ſteht er und horcht Deinem Geſange!“ und in der That ſo war es. Er ſtand hinter der Hecke, welche das Pfarrhaus umzogen hielt, in einer horchenden Stellung, das Ohr nach der Gegend hingeneigt, von woher Eliſabeths Geſang erſcholl. Sein Antlitz trug anfangs den Ausdruck wehmuͤthigen Vergnuͤgens, immer