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Nach Beendigung des Mahles kehrte ich mit meinem Wirthe in das früher erwähnte Gemach zuruͤck; wir begannen neuerdings ein Geſpräch⸗ aber nicht mit der früͤheren Lebhaftigkeit. Mein
Führer war noch ernſter geworden, und alles was er jetzt ſprach, trug das Gepräͤge düſterer Schwermuth. Die ſchwarzen Wände des Zim⸗ mers hatten meine Aufmerkſamkeit rege gemacht⸗ und ich fragte ihn, weshalb er zu ihrer Beklei⸗ dung dieſe nächtige Farbe erwählt habe.„Sie ſtimmt trübe,“ bemerkte ich,„und der Menſch ſoll heiter ſeyn.“—„Sie haben Recht, wenn Sie nemlich von ſich reden,“ verſetzte er, nich kenne die Freude nur dem Namen nach, ſie iſt mir längſt fremd geworden. Sie blicken ſin⸗ nend auf dieſe Wände,— die ſchwarze Farbe derſelben erregt ihr Erſtaunen?— Es iſt die Farbe meines Schickſals— ach!— wäre es doch die meines Herzens!“
„Ein ſeltſamer Wunſch in der That,“ be⸗ merkte ich..
„So erſcheint er Ihnen nur,“ entgegnete mein finſterer Wirth;„mit einem ſchwarzen Herzen wäre ich vielleicht glücklich geworden⸗ — jetzt bin ich elend— elend, uber alle Be⸗


