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mir nicht.“— Der Marſchall ſtammelte einige unverſtändliche Worte. Die Florentinerin aber ſchauete ſich um, und gewahrte ein junges Frauenzimmer von auſſerordentlicher Schönheit, welches ſich erſchrocken in einen Winkel zurück⸗ gezogen hatte. Cuenna war bei dieſem An⸗ blick faſt im Begriff ſich mit dem Dolch in der Hand auf den Ungetreuen zu ſtürzen, ſie that einen Schritt vorwärts, blieb aber plötz⸗ lich ſtehen und nahm ihre ganze Seelenkraft zuſammen.— Kein Wort entſchlüpfte ihren Lippen; ſie wandte dem Treuloſen den Rücken, verließ die Cajüte, ſtieg wieder in das Boot und kehrte nach Meſſina zurück.— Während des ganzen Weges ſaß ſie da, das Haupt in die Hand geſtützt, keine Thräne benetzte ihre Wange, kein Seufzer entſtieg ihrem heftig wo⸗ genden Buſen, aber die ganze Hölle wüthete in ihrem Innern. Rachedürſtend brütete ſie uͤber ein furchtbares Project, und kaum hatte ſie die Geduld, den Augenblick der Ausfüh⸗ rung deſſelben abzuwarten. Ruyter, ſie wuß⸗ te es, lag vor Anker zu Agoſta, ein für eine große Summa gemiethetes Boot brachte ſie dorthin. Mit derſelben Kühnheit, mit der ſie


