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Erzählungen, Mährchen, Sagen und Schwänke / von Georg Lotz
Entstehung
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Roſa ſank wie vormals auf ihre Kniee nieder, ſandte ein andachtsvolles Gebet hinauf zu dem Ewi⸗ gen, fuͤr die Rettung ihres Geliebten, und widmete fortan ihre Tage der Erinnerung an denſelben, der Erziehung des kleinen Benoni und der Pflege ihres alten Großvaters und ihrer kranken Mutter. Der Sorge fuͤr dieſe beiden Letzteren ſollte ſie bald entho⸗ ben werden; vom Gram uͤber ſeine fehlgeſchlagenen Hoffnungen und vom Alter niedergebeugt, ward Herr Ezechiel Hurſtbourn zuerſt heimgerufen zu ſeinen Vaͤ⸗ tern, ſeine Schwiegertochter folgte ihm ſchon nach wenigen Monden, und Roſa haͤtte nunmehr in der weiten großen Welt ganz allein dageſtanden, haͤtte ſie nicht den kleinen Benoni gehabt, der als ein lieblicher Knabe heran wuchs, und deſſen geiſtiges und koͤrper⸗ liches Fortſchreiten ſie troͤſtete und aufrecht erhielt.

Da nahmen ploͤtzlich die oͤffentlichen Angelegenhei⸗ ten eine andere Wendung. Karl der Zweite langte wieder in England an, gefolgt von allen denen, die ſeinetwegen die lange Verbannung ertragen hatten;

zu dieſen gehoͤrte, wie ſich von ſelbſt verſteht, auch

Lionel Greſſingholm, der, da ſein Vater unterdeſſen in Frankreich geſtorben war, nunmehr wieder zu dem Beſitz ſeiner vorigen Guͤter gelangte, und der, trotz der Lockungen eines ausſchweifenden Hofes, ſeine