Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 37—

ſeinen muthigen Renner zuruͤckzuhalten vermochte, ſuchte ſich die Zeit in einem Geſpraͤche mit ſei— nem Begleiter zu verkuͤrzen.

„Ihr habt vor kurzem Lady Dorothea Ver⸗ non geſehen,“ ſprach er zu dem Ritter gewandt, „haltet Ihr ſie fuͤr eben ſo ſchoͤn üls ihre Schwe⸗ ſter Margarethe?“

„Fuͤr noch ſchoͤner,“ verſicherte Sir Simon Deyge,„ich haͤtte meine Augen nicht auf Lady Margarethe gerichtet, haͤtte ich nicht geglaubt, daß ſich ihre Schweſter ſchon in eine Liebſchaft eingelaſſen haͤtte.“

„Wie, mit dem Abentheurer, dem irrenden Ritter?“ fragte Eduard Stanley.

„So glaubt man allgemein,“ entgegnete Sir Simon,„obgleich ihr Vater von keiner Zuſam⸗ menkunft der Liebenden etwas weiß, dennoch aber beobachtet er ſie mit ſcharfen Augen.“

„Sie iſt alſo ſehr ſchoͤn?“ nahm der junge Krieger wieder das Wort.

„Das will ich meinen,“ verſetzte der Nite aus Derbyſhire,„auf ihrer Wange thronen Lilien