Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Leute ſeines Standes zu ſeyn pflegen, zwar auf ſeine Wuͤrde etwas eingebildet, im uͤbrigen aber ein gutmuͤthiger Mann, dabei etwas ſchuͤchtern nachgiebig, und alſo auch unentſchloſſen. Er war von kleiner Statur und ziemlich engbruͤſtig; ſeine Augen ſchienen ihm in den Kopf hineinge⸗ ſchoſſen zu ſeyn, ſo tief lagen ſie in ihren Hoͤhlen.

Nachdem er mit aͤngſtlicher Sorgfalt den kleinen Hafen durchſucht hatte, der damals nur fuͤnf bis ſechs Schiffen Raum zu gewaͤhren ver⸗ mochte, ſtellte das geſchaͤftige Maͤnnchen ſeine

Wachen aus, und ſchritt dann, nur von einem

einzigen ſeiner Unterbeamten begleitet, am Ufer auf und ab, um die Kuͤhle des Abends zu genie⸗ ßen. Die Bewohner der Stadt hatten ſich unter⸗ deſſen faſt ſaͤmmtlich zur Ruhe begeben, und nur wenige von ihnen waren jetzt in der Naͤhe des Hafens zu ſchauen, diejenigen ausgenommen, die der Seefahrt oblagen. Auf der im Schimmer

des aufgehenden Mondes zitternden Oberflaͤche

des Fluſſes war ebenfalls nichts zu gewahren, als ein Paar Fiſcherboͤte, deren Eigenthuͤmer