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mich einſt mein zerbrochener Reiſewagen in
einem kleinen boͤhmiſchen Staͤdtchen zu ver⸗ weilen: ich hoͤre Glockengelaͤute und Grab⸗ geſang und ein Leichenzug geht vor dem Gaſthauſe vorbei, umgeben von einer Menge weinender Menſchen von duͤrftigem Anſehen. Wen begraͤbt man hier? frug ich den Wirth.—„Ein fremdes junges Frauen⸗ zimmer, die vor etwa zwei Jahren mit ihrem Vater hierher kam. Sie lebten ſehr eingezo⸗ gen, und hkelten mit Niemand Umgang. Der alte Herr war melancholiſch, das liebe junge Kind verließ ihn keinen Augenblick. Vor einem Vierteljahre iſt der Alte geſtor⸗ ben, ſeitdem iſt ſeine Tochter taͤglich zur Kirche und auf den Gottesacker gegangen, bis ſie endlich auch liegen blieb; ſie hat al⸗ les, was ſie an Geſchmeide und baarem 3 Gelde beſaß, den Armen vermacht, die nun ihrem Sarge weinend folgen.— Mitt ſtei⸗ gender Angſt hoͤrte ich die Erzaͤhlung des Mannes— wie hieß Sie fragte ich endlich mit dem letzten muͤhſam zuſammen gepreß⸗ eeen Athem meiner Bruſt.— Ja, das weiß


