Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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178 Thurm. Ihr hoͤrt ihn laut genug pfeifen, aber was liegt daran, wenn die Thuͤre verſchloſſen iſt, das Feuer hell lodert und der Topf ſingt.

Der alte Mann ſtieg mit mir vom Thur⸗

me herab, und wir gingen zur Kapelle. Es wehte ein leichter kuͤhler Wind. Wir konnten den See durch den Bogengang ſehen. Wie gut erhalten! ſprach ich. Wie reinlich und nett alles umher! Der Wind weht ſo erfriſchend durch dieſe gewoͤlbten Gaͤnge. Wie weiß ſind die Steine unter unſerm Fuße!

Das iſt die Kapelle ſelbſt, ſprach der Al⸗ te, und oͤffnete eine Thuͤre. Geht hinein, wenn's Euch beliebt.

Auch hier alles noch wohl erhalten, ſprach ich, und entbloͤßte mein Haupt, als ich uͤber die Schwelle trat. Nichts iſt in Verfall, gu⸗

ter Alter, und wenn man Scheiben in die Fen⸗

ſter ſetzte, koͤnnte man morgen wieder Meſſe leſen. Die ehernen Verzierungen auf dem Fuß⸗ boden ſind freilich ein wenig matt geworden, weil kein Fuß ſie abſcheuert. Dieſe alten Rit⸗ ter werden jetzt ſelten durch Fremde geſtoͤrt, die uͤber ihre Graͤber gehen.. 8

Ich ging umher, die Grabmaͤhler betrach⸗