Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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— 40— freilich weniger umfaſſend, aber doch weit ein⸗ traͤglicher als das aufgegebene war.

Waͤhrend dieſer ganzen Zeit, wo Unruhe und Verdrießlichkeiten mich verfolgten, ging nichts uͤber die Gemuͤthsruhe und milde Stim⸗ mung, womit Johanna alle Begegniſſe ertrug.

In ihrem ſanften, hoffnungvollen und ver⸗ trauenden Gemuͤthe war tauſendmahl mehr wah⸗ rer Heldenmuth, als in meinem kalten Stolze

und meiner hartſinnigen Verachtung. Das ein⸗ zige, was ich beſſer als ſie ertrug, war ein leid⸗ lich witziges Spottgedicht, das ein Schulmeiſter gemacht hatte. Dieſe Schmaͤhſchrift, worin ich ſehr grob mitgenommen wurde, theilte die Predigerfrau ihr mit, und als ich heim kam, erzaͤhlte mir Johanna mit Thraͤnen des Grams und Unwillens davon. Ich ſah, wie der Ge⸗ danke, daß ich zum Gegenſtande des Gelaͤchters gemacht war, ihr beinahe das Herz gebrochen hatte; aber am naͤchſten Tage ſang ich ihr das Lied vor, und meine Munterkeit gab ihr nicht nur ihren Gleichmuth wieder, ſondern raubte auch dem Spotte ſeinen Stachel. Spreta exo- lescunt.

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